AGCO: Deutlich mehr Gewinn im zweiten Quartal

Trotz eines Umsatzrückgangs hat der Landtechnikhersteller AGCO im zweiten Geschäftsquartal 2019 spürbar mehr Gewinn eingefahren als im Vorjahreszeitraum. Wie der Konzern mitteilte, stiegen die Nettoeinnahmen gegenüber dem Vergleichsquartal 2018 um mehr als die Hälfte auf 140,8 Mio Dollar. Dazu hätten höhere Preise und geringere Materialkosten sowie eine gesteigerte Produktivität beigetraten, berichtete der AGCO-Vorstandsvorsitzende Prof. Martin Richenhagen. Auf das erste Geschäftshalbjahr bezogen meldete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 2,8 % auf 4,42 Mrd Dollar.

Dabei sind nach Angaben von AGCO die Verkäufe von Landmaschinen in diesem Zeitraum gegenüber 2018 zurückgegangen. So hat der Konzern in Nord- und Südamerika 3 % beziehungsweise 11 % weniger Traktoren verkauft. Nur in Westeuropa wuchs der Absatz um 4 %, wobei Absatzsteigerungen in Frankreich und Deutschland laut Richenhagen sinkende Verkaufszahlen in Italien und Großbritannien gegenüberstanden. Bei Mähdreschern gingen in Nordamerika 2 % und in Westeuropa 17 % weniger Maschinen in den Markt als im Vorjahr, dafür in Südamerika aber 11 % mehr.

In Westeuropa sei die Hitze für den Produktionsrückgang verantwortlich gewesen. Das sei zwar kurzfristig negativ für das Einkommen und die Maschinennachfrage. Vorhersagen für eine niedrige Produktion und knappe Bestände trieben die Preise aber in die Höhe und könnten somit für höhere Einnahmen sorgen. Während man einerseits die Produktion heruntergefahren und sie so den Marktbedingungen angepasst habe, seien gleichzeitig die Erwartungen an das Gesamtjahr hochgeschraubt worden.